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Plaza de Mayo, Buenos Aires

Trommeln, Böller, Marschrythmen, Bier, Rum, Schweiß, eine Bühne, eine Präsidentin – so konnte ich heute die Lateinamerikanische Metropole erleben. Nur die Natur ist beeindruckender, als die Wirkung einer gekonnten politischen Show zu erleben.

Nach Wochen des Probierens hat es uns in ein buntes Viertel nahe dem Machtzentrums Argentiniens verschlagen. Wir wohnen nun dort, wo der Tango seine touristische Heimat hat und die “Boheme” ihr schräges Leben führt. Zwischen alten verfallenen Häusern, prächtig sanierten Bürgerhäusern aus dem vorletzten Jahrhundert, stolpernd über Müllsäcke und kaputten Gehwegen, eingehüllt in Dieselabgase, aber glücklich…Eine neue Erfahrung, Wochen über Wochen keine Ruhe finden zu können und plötzlich da zu sein. Ein wenig kann ich nun nachvollziehen, wie es wohl den Millionen Auswanderern aus der alten Welt in ihrer ersten Zeit in der neuen Welt gegangen sein mag. Nicht wirklich dazu zu gehören, jede Anforderung des Alltags ein Kraftakt, gepaart mit Existenzängsten, also mindestens anstrengend, wenn nicht überfordern.

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