blogkade

So ist das mit Plänen und Vorsätzen, hatte ich Anfang des Jahres mir vorgenommen, den neuen Lebensabschnitt ständig zu protokollieren, so ist meine Lust und Bereitschaft doch nach meiner Rückkehr eingeschlafen. Gründe? Gründe gibt es immer, gute, schlechte, dramatische, aber die einzig treffende Beschreibung ist: ich hatte keine Lust normales Leben in Sätze zu packen. Sicher, ich bin nicht in Deutschland und die letzten Monate hatten genügend Reize, die sich gelohnt hätten, beschrieben zu werden. Ich hatte auch brav genügend hübsche Bildchen gemacht und im Kopf ausreichend Storys dazu.In kalter Prosa, von meinem letzten Europa- Besuch habe ich die heimischen Themen, einige davon aus dem Arbeitsumfeld, mit hier her gebracht und auf viele Arten wie zuvor zu meinen Eigenen gemacht. Dabei sollte gerade der Wechsel auf die Südhalbkugel all das zurück lassen und eine neue unbeschwertere Zeit seinen Lauf nehmen. Anmaßend könnte ich behaupten, mich mit einer Folge der Globalisierung herum zu schlagen.

Ehrlicher ist es, sich einzugestehen, dass es nicht möglich ist, seine Bezüge, Themen, Wurzeln einfach abzustreifen. Ebensowenig ist der Ortswechsel zu einem neuen Leben geworden. Meine Gewohnheiten, mein Starrsinn sind mit mir gereist und machen sich im täglichen Leben nicht anders bemerkbar als in Europa.

Trotzdem bin ich glücklich, insbesondere über die Möglichkeit mich selbst besser kennen zu lernen und zu verstehen, nicht die Umstände prägen mein Leben, sondern ich. Ich trage die Hoffnung in mir aus dieser Erkenntnis einige Entwicklungsschritte machen zu können, die mir und den mir wichtigsten Menschen auf Dauer ein entspannteres Leben erlauben.

Insofern erfährt auch dieser Blog einen Wechsel zu mehr Eigenreflektion:-)

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